Chancen und Gefahren im Umgang mit neuen Medien
Die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Chancen und Gefahren im Umgang mit neuen Medien“ der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) wurde von September 2009 bis Februar 2010 durchgeführt.
Insgesamt nutzten um die 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, sich im Rahmen von vier Vorträgen, einem Workshop sowie einem pädagogischen Tag über die neuesten Entwicklungen im Medienbereich zu informieren. LMS und Landeshauptstadt gelang es dabei, renommierte Experten aus dem gesamten Bundesgebiet zu gewinnen, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vorstellten und dem Fachpublikum zeigten, wie Kindern und Jugendlichen ein verantwortungsbewusster Umgang mit Medien vermittelt werden kann.
Im Rahmen des Eröffnungsvortrags informierte Prof. Dr. Franz Josef Röll von der Hochschule Darmstadt im September über Möglichkeiten, die das Internet für kreative Entfaltung, selbstgesteuerte Lernprozesse und kooperative Erlebnisse haben kann, und zeigte, wie sich Kommunikation und Lernen durch neue Medien verändern.
In einem Workshop im Oktober wurden unter dem Titel „Internetangebote für Ihre Einrichtungen“ praktische Tipps vorgestellt, wie Computer und Internet in die medienpädagogische Arbeit eingebunden werden können.
„Medien im Vorschulalter“ lautete das Thema des Vortrags von Prof. Dr. Stefan Aufenanger von der Universität Mainz im November. Er betonte die Rolle, die Medien im Leben von Vorschulkindern heute einnehmen, und erklärte, welche Faszination von ihnen ausgeht. Neben den Nutzungsgewohnheiten stellte Prof. Aufenanger die Wirkung von Medien auf diese Altersgruppe vor und erklärte, wie bestehende Risiken erkannt und rechtzeitig vermieden werden können.
Wolfgang Bergmann, Kinderpsychologe, Buchautor und Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover, betonte im Januar bei seinem Vortrag zum Thema „Computerspiele“ die entwicklungsfördernden Eigenschaften von Computer-, Konsolen- und Onlinespielen und legte umfassend dar, dass insbesondere das Spielen in virtuellen Räumen bei Kindern und Jugendlichen Bedürfnisse nach Abenteuer, Allmacht und Mystik befriedigt und gerade deshalb einen großen Reiz auf sie ausübt.
Beim pädagogischen Tag zum Thema „Medien-Prävention“ im Februar zeigten Prof. Dr. Günter Dörr, Lehrer, Erziehungswissenschaftler, Psychologe und Leiter des Landesinstituts für Präventives Handeln, und Karin Bickelmann, Leiterin der Abteilung Medienkompetenz der LMS, die Bedeutung von Medien am Beispiel des Handys als wesentlichen Sozialisationsfaktor auf und stellten Möglichkeiten vor, wie sich pädagogische Einrichtungen der Förderung von Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen widmen können.
Beim anschließenden Vortrag zum Thema „Handys“ informierte Prof. Dr. Günter Dörr über die Selbstverständlichkeit, die der Besitz eines Handys für Kinder und Jugendliche heute hat. Neben Risiken wie Abofallen oder gewalthaltigen, rechtsradikalen oder pornografischen Inhalten stellte er den Anwesenden auch kreative Möglichkeiten vor, die das Handy für eine lebensweltorientierte, medienpädagogische Arbeit bietet, und nannte Anlaufstellen, an die sich hilfesuchende Schulen und Eltern wenden können.
Der Einladungsflyer der Veranstaltung kann hier abgerufen werden.
Eindrücke aus den einzelnen Veranstaltungen finden Sie in der Bildergalerie.





